Beauftragte zur Prävention sexualisierter Gewalt (PSG)
Ansprechpersonen: Stefanie „Stevie" Warmuth (PSG-Beauftragte seit 2023, zusammen mit Jürgen Wirsching)
Die Beauftragten für Prävention sexualisierter Gewalt (PSG) schaffen einen sicheren und respektvollen Raum für alle Mitglieder – insbesondere für Kinder und Jugendliche. Als Sportverein mit Angeboten für alle Altersgruppen erfüllt ORPLID damit auch gesetzliche Mindeststandards, die Voraussetzung für Förderungen durch den Landessportbund und DOSB sind.
„Körper sind hier in ihrer ganzen Vielfalt selbstverständlich.
Keine werden bewertet. Alle gehören dazu.“
„Es ist der erste Verein, in den ich jemals eingetreten bin.“
Als Soziologin fasziniert sie besonders, wie ORPLID als gesellschaftlicher Mikrokosmos funktioniert:
• Alle Gesellschaftsschichten treffen aufeinander
• Alle Generationen – vom Kleinkind bis zum Senior
• Alle politischen und kulturellen Haltungen
• Organisationsentwicklung in der Praxis erleben
• Zwischenmenschliche Dynamiken verstehen und gestalten
PSG-Beauftragte seit 2023 (zusammen mit Jürgen Wirsching)
E-Mail psg@orplid-darmstadt.de
Als Sportverein, der Angebote für Kinder und Jugendliche bereithält und auf Fördergelder angewiesen ist, muss ORPLID Mindeststandards im Kinderschutz erfüllen. Das Kinderschutzkonzept wurde eingeführt, um:
• Förderungen vom Landessportbund und DOSB zu sichern
• Einen klar strukturierten Schutzraum für Kinder und Jugendliche zu schaffen
• Professionelle Ansprechpartner und Prozesse zu etablieren
• Transparenz und Verantwortlichkeit im Verein zu gewährleisten
Klare Positionierung: Der Vorstand bekennt sich eindeutig zum Kinder- und Jugendschutz
Satzungsverankerung: Das Kinderschutzkonzept ist in der Vereinssatzung festgeschrieben
Ansprechpartner PSG: Bestenfalls zweigeschlechtlich (männlich/weiblich) und geschult
Erweiterte Führungszeugnisse: Für Personen mit regelmäßigem Kontakt zu Kindern/Jugendlichen (z.B. Volleyball-Trainer:innen, Kinder- und Jugendausschuss)
Verhaltenskodex: Klare Regeln für den Umgang mit Kindern und Jugendlichen (aktuell in Ausarbeitung)
Schulungen & Fortbildungen
Die PSG-Beauftragten sorgen dafür, dass Personen im Verein, die regelmäßig Kinder und Jugendliche betreuen, an Schulungen zum Thema Kindeswohl teilnehmen
Pflege des Kinderschutzkonzepts
Laufende Aktualisierung und Weiterentwicklung des Schutzkonzepts sowie Erarbeitung eines Verhaltenskodex.
Bei Verdachtsfällen oder Vorfällen sind die PSG-Beauftragten erste Anlaufstelle. Wichtig ist, dass jeder Hinweis ernst genommen wird und alle Informationen vertraulich behandelt werden.
Vermittlung zu Fachberatungsstellen
Enge Zusammenarbeit mit externen Fachstellen, insbesondere:
• Wildwasser Darmstadt e.V. (Fachberatung bei sexualisierter Gewalt)
• Weitere Beratungsstellen nach Bedarf
Sorgfältige Dokumentation aller relevanten Vorgänge unter Beachtung des Datenschutzes. Beispiel: Erweiterte Führungszeugnisse werden nur eingesehen, sie dürfen nicht kopiert oder einbehalten werden – es wird nur dokumentiert, dass das Führungszeugnis (Original) eingesehen wurde.
Netzwerkarbeit
Austausch mit anderen Vereinen und Fachstellen, um von Best Practices zu lernen und gemeinsam Standards weiterzuentwickeln.
Gerade als naturistischer Verein mit Freikörperkultur ist es besonders wichtig, einen klar definierten Schutzraum zu schaffen. Im Gegensatz zu öffentlichen FKK-Bereichen bietet ORPLID:
• Klare Mitgliederstruktur mit Verantwortlichkeit
• Verbindliche Verhaltensregeln
• Fotografier- und Filmverbote ohne ausdrückliche Einwilligung
• Gegenseitige Achtsamkeit und Kontrolle
• Ansprechpersonen bei Grenzüberschreitungen
• Geschützter Rahmen für Kinder und Familien
„Hier weiß ich einfach, hier gibt es gewisse Regeln. Man achtet aufeinander, man passt aufeinander auf und keiner will hier jemandem irgendwie etwas Schlechtes.“
Prävention sexualisierter Gewalt ist keine Aufgabe einzelner Beauftragter, sondern eine Gemeinschaftsverantwortung. Alle Mitglieder sind eingeladen:
✔ Respektvoll und achtsam miteinander umzugehen
✔ Hinsehen statt Wegsehen bei Grenzüberschreitungen
✔ Ansprechpartner zu nutzen bei Unsicherheiten
✔ Sich über Verhaltensregeln zu informieren
✔Kinder und Jugendliche zu stärken
1. Erste Anlaufstelle im Verein bezüglich Kinderschutzfragen:
• vertrauliche Kontaktperson für Kinder, Jugendliche, Eltern und Mitglieder (ich höre zu, wenn jemand sich unwohl fühlt oder etwas beobachtet hat und nehme alle Hinweise ernst, auch wenn sie “klein” erscheinen)
• Vertrauensperson bei Grenzverletzungen, Verdachtsfällen oder Vorfällen (Informationen werden streng vertraulich behandelt)
• Gespräche werden sachlich geführt und sorgfältig dokumentiert
• ggfs. Vermittlung zu Fachberatungsstellen (z.B. Wildwasser Darmstadt)
• Netzwerkarbeit mit anderen Vereinen und Fachstellen
2. Konzeptentwicklung
• Erarbeitung und Weiterentwicklung des Kinder- und Jugendschutzkonzepts (Sport- und Vereinsangebote, Geländenutzung, Veranstaltungen, Fotoregeln im FKK-Kontext)
• Erarbeitung und Dokumentation von vereinsspezifischen Maßnahmen zur Prävention
• Erstellen und Pflege der Risikoanalyse sowie regelmäßige Überprüfung der Gefährdungslage
• Einbringen von Erkenntnissen und Fortbildungen zum Thema (Änderungen von Regelungen/Gesetzen)
• Entwicklung und Pflege eines Verhaltenskodex für Personen mit regelmäßigem Kontakt mit Kindern und Jugendlichen
• Erstellen eines Interventionsleitfadens
3. Schulung & Sensibilierung
• Schulung für Verantwortliche und Gremien, wie Vorstand, Jugendausschuss, Übungsleitende, Ehrenamtliche durchführen (ggfs. mit externen Referent:innen)
• Sensibilierung für Grenzverletzungen, Machtgefälle, Kinderrechte, kindgerechte Sprache
4. Präventionsarbeit im Verein
• Informationsmaterialien erstellen, zum Beispiel Aushänge und Schilder
• Integration von Kinder- und Jugendschutz in Gremien, bei Verantstaltungen & Events
5. Beschwerdemangement etablieren
• (anonymisierte) Kontaktaufnahme ermöglichen
• Kummerkasten + Befragungen etablieren
6. Zusammenarbeit mit dem Vorstand
• Informationen zu relevanten Entwicklungen (keine Weitergabe von vertraulichen Details)
• Beratung bei der (Weiter-)Entwicklung des Kinderschutzkonzepts
• Schnittstelle zu externen Fachstellen (zum Beispiel Wildwasser)
Oder kürzer zusammengefasst:
1. vertrauliche Ansprechperson für Kinder, Jugendliche, Eltern und Mitglieder
2. Anlaufstelle bei Fragen und Hinweisen zum Kinder- und Jugendschutz
3. zuhören, wenn sich jemand unwohl fühlt oder etwas beobachtet hat.
4. erarbeiten und weiterentwickeln von klaren Regeln und Schutzmaßnahmen im Verein
5. Beteiligung an der Risikoanalyse für das Gelände und verschiedene Angebote & Veranstaltungen
6. Begleitung bei Verdachtsmomenten in enger Abstimmmung mit dem Vorstand
7. Unterstützung bei Sensibilierung und Informationen im Verein
Gemeinsame Verantwortung
Stefanie betont: Prävention ist keine Aufgabe Einzelner, sondern eine Gemeinschaftsleistung. Alle Mitglieder sind eingeladen:
✔ Respektvoll und achtsam miteinander umzugehen
✔ Hinsehen statt Wegsehen (“Schweigen schützt die Falschen!”)
✔ Ansprechpersonen zu nutzen
✔ Kinder und Jugendliche zu stärken (zum Beispiel “Nein heißt Nein”)
✔ Sich über Verhaltensregeln zu informieren
Denn Prävention ist eine Gemeinschaftsleistung.
Die PSG-Beauftragten (Prävention sexualisierter Gewalt) sorgen dafür, dass der ORPLID Darmstadt ein Ort bleibt, an dem Vertrauen, Respekt und Sicherheit selbstverständlich sind – für alle Generationen, besonders aber für die jüngsten Mitglieder. Die Arbeit ist umfangreich und anspruchsvoll, aber unverzichtbar für einen modernen, verantwortungsvollen Verein.
Als Gast in Begleitung eines Mitglieds ist ein Besuch möglich. Für einen ersten Eindruck empfehlen wir einen unserer Schnuppertage, bei denen Interessierte das Gelände ohne Verpflichtung kennenlernen können.
Stellplätze werden über die Geschäftsstelle vergeben. Es gibt eine Warteliste — je nach Lage und Ausstattung des gewünschten Platzes variiert die Wartezeit. Wer Mitglied wird, sollte frühzeitig Interesse anmelden.
Das Gelände ist ganzjährig zugänglich für Mitglieder mit Stellplatz. Saisonbetrieb (Freibad, volle Außenanlagen) läuft von Frühjahr bis Herbst. Die Sauna hat auch im Winter reguläre Öffnungszeiten.
Es gibt eine Grundversorgung. Das Gelände ist bewusst kein digitaler Hotspot — die meisten Mitglieder schätzen das.
Nicht ohne vorherige Absprache. Wer das Camping-Angebot testen möchte, meldet sich vorab bei der Geschäftsstelle. In manchen Fällen ist ein Probewochenende auf einem freien Platz möglich.
Der beste Weg, Naturismus zu verstehen, ist — ihn auszuprobieren. Wir laden regelmäßig zu Schnuppertagen ein, bei denen Interessierte das Gelände kennenlernen und in Ruhe schauen können, ob der ORPLID zu ihnen passt.