Manche Tage fangen nicht so an, wie sie enden. Dieser hier ist so ein Tag.
Der Wetterbericht für den 31. Mai 2026 verhieß wenig Gutes: Regen ab Mittag, Gewitter möglich. Wer an diesem Sonntagmorgen unser ORPLID-Gelände in Arheilgen betrat, hätte sich fragen können, ob das eine gute Idee war. Um kurz vor Uhr war die Antwort klar: Die Stationen waren besetzt, die Türen geöffnet – und die ersten Gäste waren auch schon da.
Dann kam der Regen.
Trotz Regen: Eine Gemeinschaft, die nicht aufgibt
Das Volleyball-Turnier musste für mehr als eine Stunde unterbrochen werden. Aber aufgehört hat an diesem Tag niemand. Die acht gemeldeten Mannschaften zogen sich unter die Pavillons, ins Vereinsheim, an die Tischtennisplatten. Karten wurden gespielt, Gespräche geführt, neue Bekanntschaften gemacht. Was wie eine Zwangspause aussah, entpuppte sich als eines der schönsten Bilder des Tages: Menschen, die erst wenige Stunden zuvor als Gäste eingetroffen waren, saßen zusammen und fühlten sich schon dazugehörig.

Gegen Mittag hörte der Regen auf. Und dann lief der ORPLID zu seiner wahren Form auf.
Mehr als 200 Gäste – neuer Vereinsrekord
Was am Nachmittag auf dem Gelände herrschte, war kein Tagesausflug. Es war ein Fest. Mehr als 200 Besucherinnen und Besucher – so viele wie noch nie bei einem Tag der offenen Tür in der langen Geschichte des ORPLID – streiften über die 8,5 Hektar, schauten zu, machten mit, fragten nach, staunten.
„Wir sind positiv überrascht über die Anzahl der Leute“, hieß es am Infostand. Und: Viele haben sich noch am selben Tag für eine Schnuppermitgliedschaft entschieden oder Interesse an einem dauerhaften Beitritt bekundet.
ChORPLID und On Stage: als der Saal zu klein wurde
Ein Highlight des Tages spielte sich in unserem Vereinsheim, dem im Bernd Gronert Haus, ab. Das Saalprogramm begann mit offenen Tanzkursen – von Cha-Cha-Cha über Discofox bis zum Tango war alles dabei. Günter ließ sich dabei keine Pause gönnen: „Hat viel Spaß gemacht. War anstrengend, weil ich mit so vielen Frauen getanzt habe.“ Im zweiten Block tanzten acht Leute mit, im letzten noch vier Paare – und niemand wollte aufhören.


Dann die gemeinsame Chorprobe, zu der alle eingeladen waren. Und schließlich der Auftritt, auf den das Publikum gewartet hatte: ChORPLID gemeinsam mit On Stage – ein Konzert, das die Wände des Vereinsheims zum Klingen brachte. Der Saal war voll. So voll, dass Menschen von draußen durch die geöffneten Fenster zuschauten. Echte Zaungäste – im wörtlichsten Sinne des Wortes.

„Die Anzahl der Zuschauer war wirklich hoch – es war einfach super“, resümiert jemand aus dem Chor.
Sport, Natur und gerettete Lebensmittel
Auf zwei Volleyballfeldern lieferten sich acht Volleyball-Mannschaften trotz der Wetterpause ein engagiertes Turnier. Das Orga-Team zieht ein stolzes Fazit: „Acht Mannschaften, hohe Beteiligung, hohes Engagement – spielfreudige Spielerinnen und Spieler trotz viel Regenbeteiligung.“ Besonders freut den Sportwart Berthold: Die Organisation liegt seit diesem Jahr in frischen, jungen Händen. Ein lang gehegter Wunsch, nun erfüllt.

Axel, Fachwart Natur und Nachhaltigkeit, führte Gäste über das Gelände und ließ dabei nichts aus: Naturschutzprojekte, Baumpflegemaßnahmen, Sicherheitskonzepte – weitere Führungen machte Christine (Thema: Kinder & Jugend) und Berthold (Sport). Alles in allem: „Eine riesige Informationsflut“, sagt Axel – aber wer dabei war, weiß: Die Leute wollten alles wissen.
Die FoodSharing-Gruppe war in ihrem Element. Kolossale Mengen geretteter Lebensmittel wurden verteilt – von einem Team, das sich teilweise zum ersten Mal begegnet war. „Faszinierend und mega toll, dass Leute, die sich noch nie gesehen haben, so Hand in Hand gearbeitet haben und so viele Menschen glücklich machen konnten“, sagt eine Beteiligte. Das ist FoodSharing. Das ist auch der ORPLID.


Die Jugendabteilung buk über 100 Waffeln – bis der Teig alle war. Beim Bogenschießen lautete die Bilanz knapp und präzise: „Gut wie immer. Professionell.“ Im Vereinsheim sorgte Claudia mit ihrem Team dafür, dass niemand hungrig blieb: „Wir sind zufrieden. Ist sehr gut gelaufen.“
Ein Dank, der von Herzen kommt
Ein Vereinsrekord entsteht nicht von selbst. Hinter diesem Tag stecken Wochen der Vorbereitung, ein Samstag voller helfender Hände beim Aufbau – und ein Sonntag, an dem viele Menschen das Beste gegeben haben, was sie haben: ihre Zeit, ihre Energie, ihr Können.
Und unser Platzwart – intern längst zum Head of Aufbau aufgestiegen – bedankt sich
ausdrücklich bei allen, die bereits am Samstag beim Arbeitseinsatz geholfen haben.
Das Organisations-Team Karo, Berthold und Jürgen hat diesen Tag konzipiert, koordiniert und bis zur letzten Minute begleitet und sagt von Herzen: „Danke.“
Und dann sind da alle, die mit ihrem Button auf dem Revers an diesem Tag für den ORPLID standen:
Achim, Anette, Anja, Anna, Annette, Astrid, Axel, Beate, Beate, Bernadette, Berthold, Bianca, Christine, Claudia, Daniel, Dirk, Doris, Frank, Gabriele, Gerda, Günter, Günter, Heike, Heiko, Holger, Jan, Jens, Joachim, Jürgen, Karo, Korbinian, Maria, Marlen, Martina, Maximiliane, Michael, Michael, Monika, Moritz, Nico, Nina, Olga, Peter, Petra, Rainer, Rainer, Renate, Sabina, Savannah, Sebastian, Silvia, Sören, Stefanie, Tina, Tine, Wilfried – und alle weiteren Mitglieder, die still und unverzichtbar dazu beigetragen haben, dass dieser Tag so wurde, wie er wurde.
Ihr seid der ORPLID.

Was bleibt
Ein Rekord. Volle Räume. Neue Gesichter, die wiederkommen wollen. Und das Gefühl, das nur entsteht, wenn viele Menschen gemeinsam etwas Außergewöhnliches zustande bringen.
Der nächste Tag der offenen Tür kommt bestimmt. Bis dahin: Die Tore des ORPLID stehen das ganze Jahr über offen – für alle, die neugierig sind.



