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Volleyball


Wahrnehmung in der Öffentlichkeit      
       

Wir wollen hier nicht das Spiel Volleyball erklären sondern die unterschiedliche Wahrnehmung in der Öffentlichkeit darstellen.
(Quelle: Wikipedia)

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Obwohl Volleyball weltweit gespielt wird, ist die öffentliche Wahrnehmung dieser Sportart in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich ausgeprägt. In Polen wird Volleyball in den Medien sehr ausführlich behandelt. Spiele der Nationalmannschaft und der Vereine werden live im Fernsehen übertragen und der Sport erfreut sich einer großen Beliebtheit in der Bevölkerung, wie man zuletzt auch bei der Volleyball-Weltmeisterschaft der Männer 2014 in Polen sehen konnte.

In Deutschland und vielen anderen Ländern ist Volleyball hingegen in der öffentlichen und medialen Wahrnehmung eine Randsportart. Im deutschen Fernsehen werden – wenn überhaupt – nur Länderspiele live übertragen. So zeigte Sport1 beispielsweise bei der EM 2013 und der WM 2014 die Partien der Frauen-Nationalmannschaft. Der Erfolg der deutschen Männer, die bei der WM 2014 die Bronzemedaille gewannen, war hingegen nur in kurzen Zusammenfassungen im Fernsehen zu sehen. Insbesondere die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF wurden deswegen kritisiert. Spiele deutscher Vereine in Europapokal-Wettbewerben und in der Bundesliga sind im Fernsehen ebenfalls nur mit kurzen Zusammenfassungen zu sehen.

Deutsche Verbände und Vereine suchen deshalb andere Wege, um das öffentliche Interesse am Volleyball zu erhöhen. Dabei spielt vor allem das Internet eine große Rolle. Das Portal sportdeutschland.tv, das vom Deutschen Olympischen Sportbund betrieben wird, zeigte alle Spiele der Männer-WM 2014 in Live-Streams und on demand. Seit der Saison 2014/15 nutzt auch die Bundesliga diese Plattform für ihren eigenen Sender VBL.TV. Dort sind Livestreams ausgewählter Spiele einzeln oder in Konferenzschaltungen zu sehen. Außerdem nutzen einige Vereine bei VBL.TV ein sogenanntes 1-Kamera-System, um ihre Heimspiele zu übertragen. Zusätzlich produzieren manche Bundesligisten in Eigenregie kurze Videos und Magazine, die sie auf ihrer Website oder YouTube veröffentlichen, beispielsweise der 1. VC Wiesbaden mit VCW TV. Volleyball-Fans nutzen das Internet außerdem, um auf ihre Sportart aufmerksam zu machen und eine größere mediale Präsenz zu erreichen. So gibt es bei Facebook die Initiative „Bringt Volleyball in die Medien“.

Der Wunsch nach größerem öffentlichen Interesse hat in den vergangenen Jahren auch die Regeln der Sportart und Vorschriften für einzelne Wettbewerbe beeinflusst. Das von der FIVB 1999 eingeführte Rally-Point-System, nach dem jeder Ballwechsel einen Punkt bringt und ein Satz (im Normalfall) mit 25 Punkten gewonnen wird, sorgte dafür, dass die Länge eines Volleyballspiels begrenzt wurde und die Fernsehsender bei Übertragungen besser planen konnten. Die CEV schreibt als Teilnahmevoraussetzung für die Volleyball Champions League vor, dass die beteiligten Vereine eine Live-Übertragung oder ausführliche Zusammenfassung ihrer Heimspiele ermöglichen müssen. Eine wichtige Rolle spielt dabei das Online-Portal Laola1.tv, das Europapokal-Spiele in Livestreams zeigt.

Euer Team der Volleyballabteilung